Coaching in Schleswig-Holstein

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Was ist eigentlich Führungskräfte-Coaching?

Zwei Stunden für den Chef

Vorbereitung auf Personalgespräche

„Genauso ist es gewesen. Unglaublich!“, sagt Führungskraft Paul M. nach einem Mitarbeiter-Gespräch zu mir. Ich bin sein Coach. Im Führungskräfte-Coaching hat er sich auf dieses Personalgespräch vorbereitet. Er hat die knifflige Gesprächssituation mit mir, seinem Coach, vorab durchgespielt. Dabei hat er verstanden, wie sein Mitarbeiter tickt. Er wusste, wie das Gespräch verlaufen wird. Und er konnte sicherstellen, dass es für beide Seiten gut wird.

Oft findet das erste Gespräch mit meinen Kunden in einem Besprechungsraum statt. Kaffee, Milch und Zucker stehen bereit, auch Mineralwasser, Gläser und Tassen. Dann nehme ich schon mal die Gläser, schiebe sie auf dem Tisch zusammen und sage beispielsweise: „Das ist jetzt Ihr Innendienst.“ Tassen und Milch kommen auf die andere Seite: „Das ist Ihr Außendienst.“ Ich stelle die Kaffeekanne mittig dazwischen. „Und das sind Sie.“ Auf meine Frage, ob der Abstand richtig sei, verschiebt mein Coaching-Kunde Tassen und Gläser. Er verschiebt sie auf die passende Distanz und beginnt zu erzählen. Unser Einstieg in das zweistündige Coaching.

Der Coach als Sparringspartner

Im Mittelpunkt steht immer das Gespräch. Dabei geht es um persönliche und betriebliche Themen. Führungskräfte brauchen Sparringspartner. Ich bin ihr Führungskräfte-Coach, der ideale Partner: nicht involviert, kritisch und zugleich unterstützend. Jemand, der Chefinnen und Chefs zuhört, der mit ihnen reflektiert, der Fragen stellt oder den Kopf schüttelt. Jemand, der Feedback gibt und sie in der Frontlinie stärkt.

Für zwei Stunden raus aus dem Tagesgeschäft

Jan K. und Hauke B. sind Freunde. Vor einigen Jahren haben sie eine Firma gegründet. Die beiden bilden eine Doppelspitze. Ihr gemeinsames monatliches Führungskräfte-Coaching ist perfekt gegen Betriebsblindheit. Zwei Chefs sind für zwei Stunden raus aus dem Tagesgeschäft. Sie nehmen sich Zeit für neue Ideen, für kritische Fragen, reflektieren gemeinsam darüber, was man noch verändern könnte.

Erst Teammitglied, dann Leitungskraft

Im Führungskräfte-Coaching wird vieles aus einer anderen Perspektive betrachtet. Susanne W. zum Beispiel ist aus dem Team heraus Führungskraft geworden. Ich bin jetzt ihr Führungskräfte-Coach und unterstütze sie in ihrer neuen Position. Ich hole farbige Holzbausteine, nehme ein Blatt Papier und zeichne einen Kreis. Susanne W. nimmt für jede Mitarbeiterin und sich selbst einen Holzbaustein. Sie setzt den eigenen mitten auf den gemalten Kreis. Die anderen platziert sie innerhalb des Kreises oder weit außerhalb. Genau so, wie sie es im Betrieb wahrnimmt. Ihr eigener Holzbaustein hat andere im Rücken. Wie wirkt das auf sie? Fallen sie in den Rücken oder sind sie Unterstützer? Susanne W. wird nachdenklich. Zwei erkennt sie als Unterstützer – sie gönnen es ihr wirklich. Die anderen will sie noch überzeugen. Sie positioniert die Holzbausteine neu. Mit dem Coach überträgt sie ihre Erkenntnisse auf ihren Führungsalltag.

So sieht die Coaching-Kundin ihr aktuelles Umfeld
So sieht die Coaching-Kundin ihr aktuelles Umfeld

Wie neue Perspektiven wirken

Das monatliche Führungskräfte-Coaching ist motivierend: Einen Gesprächspartner haben, der nicht involviert ist, weder beruflich noch privat. Der sich mit dem systemischen Geschehen in Organisationen auskennt. Der Druck rausnimmt oder Aha-Erlebnisse ermöglicht. Der Analysen teilt, für die im Tagesgeschäft keine Zeit ist. So hat Paul M. zu seiner Gelassenheit in Personalgesprächen gefunden. Susanne W., die aus dem Team heraus eine Vorgesetzte wurde, nutzt das Coaching für ihre Leitungsrolle. Und das Führungsteam Jan K. und Hauke B. sorgt für neue Impulse.

*Alle Namen wurden geändert.

 

Regine Jäckel • AMISSA® Unternehmensberatung •
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